Atios Logo

Matter Smart Home mit Atios

5 Min. Lesezeit
Matter Smart Home mit Atios
Auf dieser Seite

Unsere Mobiltelefone sind heute allgegenwärtig; wir nutzen sie, um unsere Autos zu entriegeln, unsere Musik zu steuern und für den Check-in bei Flügen. Warum also nicht auch zur Steuerung von Beleuchtung, Beschattung, Heizung und Türen in unserem Zuhause? Der Begriff Smart Home wirkt manchmal einschüchternd, und der Automatisierungsteil ist nicht einmal immer gewünscht. Um jedoch ein zukunftssicheres Zuhause zu schaffen, gibt es gute Gründe, von Anfang an auf eine sorgfältige Elektroplanung zu achten. Eine Küche kann man einfach 10 Jahre später austauschen – das Haus neu zu verkabeln ist nahezu unmöglich. Mit der richtigen Elektroinstallation schaffen Sie eine Investition und können Ihr Smart Home bei Bedarf kontinuierlich erweitern. Der folgende Text ist in drei Kapitel unterteilt: die Vorteile der Steuerung per App auf Basis des Matter-Standards, die empfohlene Elektroinstallation auf Grundlage eines sogenannten „Bus-Systems“ sowie die effiziente Umsetzung mit Atios-Produkten.

Matter-Ökosystem

App-Steuerung: sicher und datenschutzorientiert

Sämtliche Beleuchtung, Beschattung, Klima- und Türfunktionen können über Smartphone-Apps und Sprachsteuerung bedient werden. Die Integration basiert auf dem neuen Verbindungsstandard Matter, der die Kompatibilität mit Apple Home, Google Home, Samsung SmartThings und Amazon Alexa gewährleistet. Apps, die auf jedem Gerät vorinstalliert sind und lokal sowie Ende-zu-Ende-verschlüsselt mit Ihrer Installation kommunizieren.

Benutzeroberfläche und Fernzugriff

Eine einfache Benutzeroberfläche, mit der der Anwender bereits vertraut ist, erleichtert den Einstieg. Es ist keine Registrierung bei einem neuen Dienst erforderlich und es entstehen keine zusätzlichen Kosten für eine Cloud-Verbindung. Der Fernzugriff funktioniert ohne weiteren Aufwand – Portfreigaben und VPN gehören der Vergangenheit an.

Szenen und Automationen

Die Erstellung von Szenen und Automationen liegt in der Hand des Endnutzers. Dank der nativen Integration in das Betriebssystem sind Astro-Funktionen und Geofencing-Automationen einfacher denn je.

Gemeinsamer Zugriff

Das Zuhause kann weiterhin vollständig über Wandtaster bedient werden, was es Gästen, Kindermädchen und älteren Menschen erleichtert. Auf Wunsch kann der Zugriff auf das Smart Home problemlos mit weiteren Nutzern geteilt werden.

Zukunftssicher

Der Matter-Standard ist dank regelmäßiger Updates und Unterstützung durch verschiedene Produkte, die auch später nach dem Einzug erworben werden (Sicherheitskameras, Steh- und Tischlampen, Fernseher, Multiroom-Audiosysteme, Klimageräte, Luftbefeuchter und Luftreiniger usw.), zukunftssicher.

Vorteile für den Integrator

Dank Matter ist der Endkunde für die Visualisierung verantwortlich. Der Integrator kann sich auf die Planung und Programmierung der soliden Basis des KNX- oder DALI-Systems konzentrieren und die Schnittstelle an die Matter-Integration übergeben. Weniger Frustration für den Endkunden, mehr Projekte und eine effizientere Umsetzung für den Integrator.

Bus-System-Architektur

Verkabelt vs. Funk

Taster, Bewegungsmelder und andere Sensoren müssen mit Strom versorgt werden, wenn man ein ständiges Wechseln der Batterien vermeiden möchte. Wenn in einem Neubau ohnehin Kabel verlegt werden, warum diese nicht auch für Stromversorgung und Datenübertragung nutzen? Zudem ist es nicht mehr zeitgemäß, „einfache Signalgeräte“ wie Taster mit 230V AC zu versorgen. Ein Niederspannungskabel mit < 30 V Gleichstrom wie KNX oder DALI ist deutlich besser geeignet. Dank des Bus-Systems lassen sich Erweiterungen und Änderungen der Zuordnung zwischen Tastern und Leuchten später einfach umsetzen. Wechsel- und Kreuzschaltungen gehören der Vergangenheit an.

Design & Große Auswahl

Langlebige und professionelle Produkte sind weltweit von rund 600 Herstellern erhältlich, für die auch in 20–50 Jahren noch Ersatzteile verfügbar sein werden. Dank Herstellerunabhängigkeit gibt es vielfältige Designoptionen: gut beschriftete und einfache Taster mit weniger Tasten zählen zu den Hauptvorteilen busbasierter Systeme.

Komfort – Weniger ist mehr

Reduzieren Sie die Anzahl der Taster im Haus und vermeiden Sie große Bedienfelder, bei denen unklar ist, welche Taste welches Licht steuert. Standardisieren und durchdenken Sie das Bedienkonzept für Taster und App: identische Taster in jedem Raum, jeweils mit zwei Lichtkreisen (Deckenlicht und geschaltete Steckdose) sowie eine Wippe für die Jalousien. Ersetzen Sie idealerweise die Taster im Hauswirtschaftsraum, Flur und WC durch Präsenzmelder. Raumthermostate können häufig ganz entfallen; Temperatursensoren sind bereits in jedem Taster integriert.

Zukunftssicher & wertstabil

Busbasierte Systeme lassen sich im Laufe der Zeit problemlos und kontinuierlich mit zusätzlichen Geräten erweitern. Dadurch steigt der Immobilienwert überproportional, und die etwas höheren Anfangskosten im Vergleich zu einer konventionellen Installation sind vernachlässigbar. Zum Beispiel:

  • Energiemanagement: Integration von PV-Anlage, Wechselrichter und E-Auto-Ladestation. Verbrauchsaufschlüsselung nach Verbrauchern, Analyse und Steuerung von Strom- und Heizkosten und dadurch Kosteneinsparung.
  • Sicherheit: Integration von Fensterkontakten, Bewegungsmeldern, Alarmanlage sowie Wasserleckage- und Feuchtigkeitssensoren
  • Zusätzliche Lichtpunkte, Austausch von Tastern oder einfache Änderung der Tastenbelegung.
  • Zusätzliche Beschattung wie Markisen, Jalousien oder motorisierte Vorhänge
  • Videoüberwachung
  • Multiroom-Audiosysteme

Villa / Einfamilienhaus Smart Home

Atios KNX Bridge und KNX-Bus

Für ein Einfamilienhaus oder eine Villa empfehlen wir grundsätzlich ein KNX-Bussystem als Basis. Die Gründe hierfür – neben Herstellerunabhängigkeit, außergewöhnlicher Stabilität (weltweit in großen Gebäuden im Einsatz, von Bürogebäuden bis hin zu Flughäfen) und Zukunftsfähigkeit – sind, dass im Vergleich zu Alternativen eine große Anzahl von Geräten gleichzeitig angeschlossen werden kann. Lassen Sie sich von Architekt oder Elektriker nicht hinsichtlich Kosten und Aufwand verunsichern. Wir nutzen KNX lediglich als solide Basis und realisieren App-Steuerung, Szenen und Automationen mit Matter. So kombinieren wir die Vorteile beider Systeme und bieten eine kosteneffiziente Lösung auf höchstem Niveau.

Die Atios KNX Bridge integriert Ihr KNX-System in den neuen Matter-Standard und umgekehrt. Dadurch können Sie Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Zutritt und vieles mehr über Apple Home, Google Home, Amazon Alexa, Samsung SmartThings oder Home Assistant steuern.
In neuen KNX-Installationen fungiert die Atios KNX Bridge als 3-in-1-Gerät, nämlich als:

  • Matter-Visualisierungsserver
  • KNX-IP-Schnittstelle zur Programmierung des KNX-Systems mit ETS
  • KNX-DALI-Gateway

Da mittlerweile nahezu alle Leuchten – ob Spots, LED-Streifen oder Pendelleuchten – mit einer DALI-Schnittstelle ausgestattet sind, wird ein sogenanntes Gateway von KNX zu DALI benötigt. Dieses überträgt den gewünschten Dimmwert, die Farbe und die Farbtemperatur über das DALI-Datenkabel an die Leuchten.

Wohnung / Mehrfamilienhaus Smart Home

Atios SmartCore und DALI-Bus

Für ein Mehrfamilienhaus mit Wohnungen bis zu 150 Quadratmetern, Business-Apartments oder Hotelzimmern empfehlen wir in der Regel ein reines DALI-System als Basis. Dies spart Kosten und Programmieraufwand im Vergleich zu KNX (siehe Atios KNX Bridge und KNX-Bus). DALI ist eine alternative Bus-Technologie zu KNX und stammt ursprünglich aus der Beleuchtungsindustrie, ist daher ebenfalls herstellerunabhängig und zuverlässig. DALI wird inzwischen nicht mehr nur für Beleuchtung eingesetzt, sondern kann auch Jalousien steuern oder Sensoren wie Taster und Bewegungsmelder integrieren.

Atios SmartCore integriert Ihr Zuhause in den neuen Matter-Standard. Es ermöglicht die Steuerung von Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Zutritt und vielem mehr über Apple Home, Google Home, Amazon Alexa, Samsung SmartThings oder Home Assistant. Dank des All-in-One-Ansatzes und der einfachen Konfiguration können Projekte kosteneffizient umgesetzt werden. Dies überzeugt auch Bauherren, die sonst eine konventionelle Elektroinstallation planen würden.

Unser Atios SmartCore bietet folgende Funktionen:

  • 12x integrierte Relaisausgänge für Lichter, Jalousien, Heizventile und motorisierte Schlösser
  • 12x integrierte Binäreingänge für Taster, Bewegungsmelder, Fensterkontakte und mehr
  • DALI-Schnittstelle für 64x adressierbare Ausgänge und 64x DALI-2-Eingänge wie Bewegungsmelder, Temperatur-, Helligkeits- und Luftqualitätssensoren
  • Integrierte Weboberfläche zur einfachen Konfiguration und Temperaturmessung. Die maximale Anzahl an Teilnehmern am DALI-Bus ist jedoch auf 64 Ausgänge (z. B. Leuchten und Jalousien) sowie 64 Eingänge (Taster und Sensoren) begrenzt.