Meine katastrophale Hotelnacht

Ein kaputter Check-in, ein gesperrtes Thermostat und ein Licht, das nicht ausging. Drei smarte Systeme, eine Nacht, und was jedes davon falsch gemacht hat.

Saara 3 Min. Lesezeit
A modern hotel room at dusk overlooking Zürich, with a wall thermostat by the door showing 25 °C
Auf dieser Seite

Ich habe kürzlich in einem Hotel übernachtet, das so viel Potenzial hatte und es nicht eingelöst hat.

Ein Check-in, der mich nicht hineinliess

Es gab keine Rezeption, nur ein Check-in per QR-Code. Die Idee: Du scannst den Code, gibst ein paar Angaben ein, das System findet deine Reservation und schickt dir Zimmernummer und Türcode per SMS.

Es funktionierte nicht. Auf der Seite stand «Fehler», und es kam kein Code. Ich stand nachts vor dem Hotel und fragte mich: und jetzt? Nachdem ich nach Nummern gesucht und herumtelefoniert hatte, traf ich einen anderen Hotelgast mit demselben Problem. Sie hatte es geschafft, eine WhatsApp-Nummer einer Rezeptionistin zu bekommen, und wir erhielten beide endlich unsere Codes.

Ich fühlte mich nicht willkommen, ich fühlte mich nicht sicher, und es ärgerte mich, dass ich eine Stunde verloren hatte, um in ein Hotel zu kommen, das ich bereits bezahlt hatte.

Ich verstehe vollkommen, warum dieses Hotel die Rezeption abschaffen und auf smarte Schlösser setzen wollte. Aber wenn ein smartes Schloss nicht smart ist, ruiniert es das ganze Erlebnis. Technik sollte Reibung wegnehmen, nicht welche hinzufügen.

Ein Thermostat, gesperrt auf 25 °C

Nun gut, ich kam ins Zimmer. Es war frisch und neu, und ich richtete mich ein. Bis ich merkte, dass es zu warm war.

Das Thermostat an der Wand zeigte 25 °C. Ich versuchte zu verstellen, aber es war gesperrt. Ich dachte, ich sei schlau und schaue in der Anleitung nach, wie man es entsperrt. Kein Glück: Es war vom Administrator gesperrt worden. Für mich gab es keine Möglichkeit, etwas zu ändern.

Technikverliebt wie ich bin, begann ich mich zu fragen, was jedes Grad das Hotel kostet. Ich erspare dir die Details (obwohl ich hoffe, dass du fragst, denn ich würde dir meine Berechnungen zu Auslastung, Gästeverhalten und Energiepreisen sehr gerne zeigen). Die Kurzfassung: Jedes Grad kostet ein Hotel mit 50 Zimmern in Zürich rund 1000 Euro pro Jahr. Würde man Gäste die Temperatur selbst einstellen lassen, zwischen 19 und 24 °C, liessen sich je nach Grundeinstellung zwischen 2000 und 4000 Euro pro Jahr sparen.

Das Thermostat auf 25 °C zu sperren, spart also kein Geld. Es kostet Geld und macht Gäste weniger zufrieden.

Ein Licht, das nicht ausgehen wollte

Nachdem ich mit meinen Berechnungen fertig war, löschte ich das Licht und versuchte einzuschlafen. Oh nein. Ein helles Licht erfüllte den Raum. Eine der Leuchten ging nicht aus. Die Szene «Alles aus» beim Bett schickte dieser Leuchte gar keinen Aus-Befehl. Sie dimmte sie auf ihr Minimum. Minimum klingt nicht so schlimm, aber es fühlte sich an wie eine Taschenlampe direkt im Gesicht. Es gab keinen separaten Schalter und keine App. Keine Möglichkeit, sie auszuschalten. Am Ende löste ich es analog: meine schwarze Jeans über die Leuchte.

Drei Systeme, eine Nacht

Drei «smarte» Systeme in einer Nacht: die Tür, das Thermostat und das Licht. Sind sie an schlechter Technik gescheitert? An schlechter Inbetriebnahme? Oder daran, dass sie von Anfang an nicht richtig geplant waren?

Genau darüber denken wir bei Atios jeden Tag nach. Für uns ist ein smartes Hotel eines, in dem das Hotel Kosten senken kann, während sich Gäste trotzdem sicher und willkommen fühlen, in dem Gäste ihren eigenen Komfort steuern und in dem es überhaupt erst echten Komfort zu bieten gibt.

Wenn du diese Berechnungen sehen möchtest oder darüber sprechen willst, wie das in deinem eigenen Hotel aussehen könnte, schreib an support@atios.ch.

Teilen